Vermehrung
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Salvia Divinorum hat - vermutlich durch Jahrhunderte andauernde Kultivierung durch die Mazateken - die Fähigkeit sich geschlechtlich fortzupflanzen zurückgebildet und breitet sich in freier Wildbahn durch umgeknickte oder abgebrochene Pflanzenteile aus. Diese bilden auf feuchter Erde wurzeln und stellen einen Klon der Mutterpflanze dar.
Es wurde lange Zeit davon ausgegangen, dass Salvia Divinorum nicht in der lage sei Samen zu bilden. Dies wurde auch bei frei wachsenden Pflanzen noch nie beobachtet, jedoch gelang es unter Laborbedingungen blühende Pflanzen zu bestäuben und keimfähige Samen hervorzubringen. Diese hatten jedoch eine Keimrate von weniger als 5 % und nur wenige der aufgegangenen Keime wuchsen zu ausgewachsenen Pflanzen heran.
Stecklingsvermehrung
Salvia Divinorum lässt sich leicht durch Stecklinge fortpflanzen. Zwingend notwendig dafür ist ein Triebstück mit mindestens einer Nodie (Blattknoten), allerdings wachsen Stecklinge mit mehreren Nodien schneller, da das Wachstum exponentiell ist. Größere Blätter des Stecklings müssen abgeschnitten werden, da diese zuviel Wasser verdunsten. Normalerweise werden Stecklinge in einem Glas Leitungswasser bewurzelt, optional kann man auch Wurzelhormone benutzen oder nasse Steinwolleblöcke/Perlit/Vermiculit anstelle des Glases. Wichtig bei der Bewurzelung von Stecklingen ist, dass der Steckling nie austrocknet. Eine erhöhte relative Luftfeuchtigkeit ist auch förderlich, allerdings muss man den Steckling dann später an die normale Luftfeuchtigkeit gewöhnen. Um den Steckling mit einer hohen Luftfeuchtigkeit zu versorgen und dennoch leicht an das Raumklima gewöhnen zu können wird empfohlen, eine durchsichtige Plastiktüte über den Steckling in dem Glas/Steinwolleblock/etc. zu spannen. Um den Steckling unter der Plastiktüte an das Raumklima zu gewöhnen schneidet man täglich ein kleines Loch in die Plastiktüte und nimmt diese ab, wenn sie fast nur noch aus Löchern besteht Er benötigt auch Frischluft, weshalb man die Plastiktüte ab und zu wegnehmen sollte um frische Luft in die Tüte zu blasen, allerdings sollte man sich währenddessen nicht unterbrechen lassen, da dadurch bereits beachtliche Schäden am Steckling entstehen können.
